Rückblick: Nachdem Tyler den verrückten Traum mit seiner Bestimmung hatte, ging er zur Arbeit um ihn abzulenken, doch auf der Arbeit erfuhr er, dass sein Mandant tot ist. Um mehr über Rachel herauszufinden, ging er zum Vater..
1.3. Imaginäre Freunde
Im
Mister Kingston' WohnzimmerSeufzens erzählte Mister Kingston alles über seine Tochter. Von dem anfänglichen aggressiven Verhalten und den vulgären Beschimpfungen bis zu dem Tag, an dem sie sich erhängt hatte. Er stand kurz auf und holte ein Fotoalbum mit Bildern von seiner verstorbenen Tochter.
Tyler entdeckte auf einigen Bildern die ermordete Frau (der sein Mandant anscheinend umgebracht hatte). Neugierig zeigte der Anwalt auf die ermordete Frau, „Ist das nicht Sarah Owen, die kürzlich ermordet wurde?“ Verwundert blickte der Pfarrer Tyler an, dass wusste er noch nicht. Als er sich wieder gefangen hatte, beantwortete er die Frage, „Sarah Owen, war unser Kindermädchen. Sie war ein sehr nettes Mädchen. Damals war sie gerade auf Jobsuche und hat sich bei uns als Kindermädchen beworben. Wir, meine Frau, meine Tochter und ich möchten sie auf Anhieb. Doch kurz nach Rachels 10. Geburtstag stritten sich Rachel und das Kindermädchen ständig“.
Der Anwalt hörte dem Pfarrer aufmerksam zu und sah in seine traurigen Augen. Er wusste, dass der Pfarrer nichts für den Selbstmord konnte. „Leben sie schon immer hier?“, fragte Tyler ihn. Als er nickte fügte der Pfarrer noch hinzu, dass das alte Kinderzimmer von seiner Tochter noch so eingerichtet ist, wie vor 3 Jahren.
Es würde ihm das Herz brechen, irgendetwas umzustellen oder zu verändern. Der Anwalt fragte Mister Kingston, ob er kurz ins Zimmer gehen durfte. Er war damit einverstanden, aber mitgehen wollte er nicht, „Zu viel Schmerz und Kummer. Das verstehen sie sicherlich. Wenn sie die Treppe hinauf gehen, das letzte Zimmer im Flur“.
In Rachels Kinderzimmer
Er
stand auf und ging in das Zimmer von Rachel. Als er das Zimmer öffnete, sah er
ein ganz normales Mädchenzimmer. Überall waren Teddybären, Puppen und
Spielzeuge. Plötzlich funkelte es aus dem Spiegel. Irritiert sah er den
Spiegel an und lief langsam dort hin. Aber da war nichts mehr. Gerade als er
zum Fenster gehen wollte, kam aus dem Spiegel eine Hand und zog ihn in den
Spiegel. Vor Schreck lies er ein Schrei los „Wooah,
was geht denn hier ab? Wo zum Teufel bin ich?“,
fragte er sich selbst und drehte sich um. Er sah wieder das Kinderzimmer, nur
dieses Mal war er nicht alleine. Auf dem Bett saß Rachel Kingston.
Zögerlich schritt er näher „Hallo Rachel. Mein Name ist Tyler, wie geht es dir?“. Das Mädchen stand auf und sah aus dem Fenster „Sie kommt. Sicherlich spielen wir wieder Verstecken“, freute sich Rachel und versteckte sich im Kinderschrank. Als Tyler aus dem Fenster schaute, sah er wie Sarah ins Haus lief. Dann entdeckte er einen Kalender. Er erschrak, da darauf der 25.05.2005 stand.
Plötzlich ging die Tür auf. „Rachel Honey ich bin hier. Wo versteckst du dich denn?“. Sarah suchte im Zimmer nach dem kleinen Mädchen, sie merkte nicht, dass Tyler ebenfalls im Zimmer war. Als Sarah keine Antwort bekam, ging sie wieder aus dem Zimmer. Erst nach 5 Minuten öffnete Rachel die Schranktür, als sie merkte, dass Sarah nicht mehr nach ihr suchte. Tyler folgte dem kleinen Mädchen, „Rachel warte doch, wohin rennst du?“. Doch sie gab ihm keine Antwort. Als er sich provozierend vor sie stellte, rannte sie an Tyler hindurch. Erst jetzt merkte der Anwalt, dass Rachel ihn nicht sehen konnte, „Was für eine Freakshow. Tyler, du sollst aufhören, solche Horrorfilme anzuschauen oder zu viel Alkohol trinken“, flüsterte er. Plötzlich fing Rachel an zu schreien. Der Schrei kam aus der Küche..
In der Küche
„Was machst du denn da?“,
fragte Rachel das Kindermädchen, die gerade versuchte aus dem
Geldbeutel
der Mutter Geld zu entnehmen. Sarah versuchte sich herauszureden und erfand
eine Lüge, doch die kleine Rachel war schlau, „Das
sag ich meiner Mum“, drohte sie und entriss
dem Kindermädchen den Geldbeutel. Mit zittrigen Händen flehte Sarah sie an,
ein bisschen Geld zugeben. Sie bräuchte das Geld dringend. Doch Rachel dachte
gar nicht daran. Wütend stieß Sarah Rachel gegen die Kante von der Herdplatte.
Tyler konnte das kaum glauben was er gerade sah, „So
ein Miststück. Hoffentlich ist der Kleinen nichts passiert“.
Vor dem Haus der Kingstons
Die Mutter kam von der Arbeit zurück und sah das Auto von Sarah. Sie wunderte
sich ein bisschen und schloss die Haustür auf. „Oh
mein Gott was hast du mit meiner Tochter getan?“,
fragte Misses Kingston das Kindermädchen, als sie die bewusstlose Tochter sah.
„Geh weg von meiner Tochter. Du bist gefeuert! Verschwinde aus meinem Haus“, schrie sie zu Sarah. Doch Sarah versuchte sich zu rechtfertigen, „Wir haben gespielt und dann ist sie versehentlich gegen die Herdplatte gestoßen. Anstatt mich anzuschnauzen sollten wir lieber ins Krankenhaus fahren!“
Im Krankenhaus
„Ihrer Tochter geht es gut, aber kann es sein,
dass sie imaginäre Freunde hat?“, fragte der
Arzt die Mutter. Sie schüttelte den Kopf. Kurz darauf kam Rachel aus dem Behandlungszimmer.
Tyler erschrak vor Schreck, denn neben ihr lief ein anderes kleines Mädchen,
das Verbrennungen im Gesicht und am ganzen Körper hatte. „Rachel
Schatz, mit wem redest du denn die ganze Zeit?“,
fragte die Mutter und gab der Kleinen einen Kuss auf die Stirn.
Rachel blickte zu ihrer Mutter, dann kurz zum Mädchen, das nur sie und Tyler sehen konnte, „Mum ich habe Claire hier im Krankenhaus kennen gelernt. Sie will mit zu uns und mit mir und meinen Puppen spielen. Darf sie mit?“ Misses Kingston wurde ernster und meinte, dass sie hier kein kleines Mädchen sehen konnte. Der Arzt beruhigte die Mutter und meinte, dass es normal wäre, dass Mädchen in ihrem Alter unsichtbare Freunde hätte. Etwas besorgt um ihre Tochter, verließ sie mit Sarah und Rachel das Krankenhaus.
Im Auto
Als die Mutter losfahren wollte, blickte sie noch einmal in den Rückspiegel um
nach ihrer Tochter zu sehen. Sie hatte Angst, denn sie redete ständig mit sich
selbst (eigentlich mit Claire, aber niemand konnte das tote Mädchen sehen).
Tyler saß ebenfalls im Auto und betrachtete alles mit kritischen Augen. Hatte
sie etwa durch den Vorfall die Gabe bekommen, tote Menschen zu sehen?
Plötzlich wurde er wie von Geisterhand aus dem Auto gezogen.
In der Wohnung der Familie Kingston
Er wurde wieder durch die Zeit gezogen und blieb
erst im Wohnzimmer der Kingston stehen. „Whooa,
langsam wird das alles hier
sehr merkwürdig. Oh mein Gott mir wird es schlecht“,
flüsterte er und suchte die Toilette auf. Da ihm alles ziemlich
verrückt vor kam und er so was nicht gewohnt war, wurde ihm schlecht. Nachdem
er sich wieder gefasst hatte ging er wieder in das Wohnzimmer.
Im Wohnzimmer
„Happy Birthday to You, happy Birthday to You,
Happy Birthday dear Rachel, happy birthday to you”,
sangen einige kleine Kinder, Sarah und die Eltern von Rachel. Rachel pustete
die Kerzen aus. Sarah übergab Rachel ihr Geschenk. Gespannt öffnete sie das
Geschenk. Es war die Kette mit dem Kreuz, dass Tyler bei der toten Frau
gefunden hatte.
Er griff in seine Hose und zog die Kette raus. „Eindeutig die selbe Kette, nur dass sie dort noch nicht kaputt ist“, murmelte der Anwalt vor sich hin, während er näher zu Rachel ging. Rachel umarmte Sarah und bedankte sich. Beim Umarmen entdeckte sie Claire, voller Freude über ihre Anwesenheit rannte sie zu ihrer Freundin aus dem Krankenhaus.. „Schatz wohin rennst du“, fragte die Mutter. Sie lachte und meinte, dass Claire hier ist, die sie aus dem Krankenhaus kennen gelernt hatte.
Alle anwesenden sahen Claire aber nicht. Rachel bat ihre Mutter noch einen Stuhl für Claire zu holen. Die Mutter schüttelte nur den Kopf und tat ihr aber diesen gefallen. Die Mutter stellte ein Teller mit einem Stück Kuchen an Claires Platz. „Lass es dir schmecken“, sprach das kleine Mädchen zu ihrer Freundin. Der Anwalt blickte zu den besorgten Gesichtern der Eltern. Plötzlich spürte Tyler wieder etwas Komisches. Er wurde wieder durch die Zeit gezogen.
In
Rachels Schlafzimmer
Mittlerweile war er dieses Hin und Her gewohnt, „Also
langsam nervt es“, stöhnte er. Rachel saß auf
dem Bett und redete mit dem Mädchen aus dem Krankenhaus. „Dad
hat mich eingeschlossen. Claire, ich habe alles getan was du wolltest, aber
keiner glaubt mir. Was soll ich tun?“. Claire
tröstete sie und meinte, dass sie sich beruhigen sollte. Im Gespräch zwischen
den Beiden wurde ihm klar, dass Claire der schlechte Einfluss von Rachel war.
„Rachel
willst du nicht für immer meine Freundin sein? Dann könnten wir jeden Tag ohne
Vorschriften deiner Eltern spielen". Rachel
lachte und war damit einverstanden. Als Rachel fragte, wie sie das schaffen
könnte, meinte Claire, dass sie einfach einen Stuhl dafür braucht und einen
Bettlaken. Das kleine Mädchen vertraute Claire voll. Sie tat das was sie
sagte.
Als das Bettlaken zu einem Strick von der Lampe herunterhing und Rachel auf
dem Stuhl stand, meinte Claire zu ihr, dass sie mit dem Kopf durch den Strick
muss und nur noch den Stuhl wegkicken sollte. Das wurde Tyler zu viel. Er
versuchte das kleine Mädchen davon abzuhalten, konnte aber nichts dagegen
machen, da er nicht real war.
Claire grinste und meinte, dass Rachel es bald geschafft hatte. Das kleine Mädchen schloss die Augen und kickte den Stuhl weg. Als Rachel merkte, dass das kein Spiel war, rang sie um ihr Leben. Sie zappelte und strampelte, ehe sie nach einer Minute leblos am Strick hing. „Oh mein Gott, dieses kleine Biest hat Rachel dazu getrieben sich selbst umzubringen", faselte er vor sich hin. Unerwartet ging die Tür von Rachel auf und der Vater fing an zu schreien. Plötzlich merkte Tyler ein komisches Gefühl im Bauch, „Ich glaube mir wird’s wieder schlecht!“…
... weiter lesen 1.4. Letzter Wunsch
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