18 | Dreamcatcher

Was bisher geschah:Das heißt ja, dass Melody Candis mit mir verwandt ist“, murmelte Carmen vor sich hin und setzte sich auf das Bett und ließ interessiert in dem Buch weiter. „Es muss ein Grund geben, weshalb ich erst jetzt auf den Ursprung und die Entstehung dieses Buches stoße. Aber welcher bloß?“…

18.2. Schlaf, Göttin Schlaf (Teil 1)

Carmen war durch die Erkenntnis, dass Melody Candis mit ihr Verwandt sein musste, so erstaunt, dass ihre Müdigkeit schlagartig verflog. Sie lief aus ihrem Zimmer und suchte in einer kleinen Schachtel, die im Regal des Wohnzimmerschrankes verstaut wurde, nach der Nummer von Melody Candis. Nachdem sie diverse Notizzettel durchforstet hatte, fand sie letztendlich den gelben Zettel, worauf die gesuchte Telefonnummer gekritzelt wurde.
Sie lief zum Esstisch, denn dort lag das Telefon und rief Melody an. Es klingelte minutenlang, aber sie nahm anfangs nicht ab. Zum Glück hatte sie die Wohnadresse notiert und beschloss dort hin zu fahren. Carmen lief noch einmal in das Zimmer, griff nach dem Buch und steckte dieses in ihre Umhängetasche.

Danach verließ sie ihre Wohnung und stieg in den Aufzug ein. Sie versuchte erneut Melody anzurufen. „
Merkwürdig, wieso nimmt sie nicht ab?“, rätselte sie und rief im Revier an. „Hey Jeff ich bin’s Carmen. Kannst du mal mir einen Gefallen tun?“ Normalerweise würde sie ihren Arbeitskollegen, Trevor darum bitten, der ihr so ans Herz gewachsen war – wie ein großer Bruder, den sie sich immer gewünscht hatte – aber durch die Suspendierung nicht mehr zur Verfügung stand. Jeff war zwar nett, nur war er eben nicht Trevor, der mittlerweile über die übernatürlichen Ereignisse und Personen eingeweiht war. „Ja klar Carmen. Wie kann ich dir denn weiterhelfen?
Gibt es eine aktuelle Meldung von Melody Candis? Haben wir etwas in den Akten?“ Jeff bat sie einen Moment zu warten. Währenddessen stieg Carmen aus dem Aufzug und verließ das Gebäude, an dem Portier vorbei, der sie freundlich grüßte und stieg in ihren Wagen ein, der auf dem Parkgelände des Wohngebäudes stand.

Bist du noch dran?“, fragte Jeff. „Ja, nach wie vor.
Das wird dir nicht gefallen, aber ich muss dir leider mitteilen, dass Melody Candis vor einigen Wochen bei einem Brand in ihrer eigenen Wohnung ums Leben gekommen ist.“ Carmen schluckte einmal und musste erst einmal die Information verarbeiten. „Und weiß man die Ursache?

Die Spurensicherung schreibt, dass der Brand durch die Glut einer Zigarette verursacht wurde. Sie können nur Theorien aufstellen und vermuten, dass sie während des Rauchens eingeschlafen war und dadurch das Feuer verursacht wurde. An der Schlafzimmertür konnte die CSU erkennen, dass sie noch gewaltsam an der Tür gerüttelt hatte und versuchte, die Tür aufzumachen. Wahrscheinlich war durch die Hitze der Schlüssel so heiß geworden, dass sie die verschlossene Tür nicht mehr entriegeln konnte. Als sie versucht hatte, aus dem Fenster zu entkommen, schlugen die Flammen nur noch höher und verhinderte das Heraussteigen.

Ist das schrecklich. Sie war also im Feuer gefangen.“ In Carmen spielte sich die letzten Minuten von Melody ab, die sie schnell wieder vergessen wollte, weil es für sie viel zu schrecklich war. Kleinlaut bedankte sich Carmen bei ihrem Arbeitskollegen und wusste im ersten Moment nicht, was sie als nächstes machen sollte. Gerade noch hatte sie eine Person, die ihr eventuell bei ihrer jüngsten Vermutung oder sogar Erkenntnis weiterhelfen konnte und nun stand sie wieder mit leeren Händen da. Nachdenklich blickte Carmen auf das mysteriöse Buch und überlegte krampfhaft nach einer zündenden Idee. Trevor.

.: In der Wohnung der Moiren :.

Mein Dad konnte damals, als er Dwight aus der Hölle retten wollte, mit dem goldenen Glöckchen durch die Zeit springen, aber irgendwie hat es an Kraft verloren. Es scheint, als würde es von Tag zu Tag schwächer werden“, stellte Violet fest und setzte sich in der Wohnung der Moiren auf die Couch. Nickend stimmte Klotho zu: „Vor zwei Tagen hatten wir es noch einmal probiert und ich habe die Hoffnung bis jetzt nicht aufgegeben.
Soll ich das probieren?“, kam Violet entgegen. „Schließlich habe ich seine Gabe vererbt.
Was bleibt uns anderes übrig? Dwight, kommt nicht in Frage, da er die andere Fähigkeit geerbt hat. Ich möchte aber zusätzlich noch etwas austesten.“ Klotho verschwand kurz aus dem Wohnzimmer und kam mit einem kleinen Fläschchen in der Hand zurück. Sie schüttete die durchsichtige Flüssigkeit, die wie gewöhnliches Wasser aussah, auf ihre Handfläche und bat Violet, das Glöckchen zugeben. Danach murmelte sie etwas vor sich hin und kurz darauf fing die Glocke für wenige Sekunden an zu leuchten.“
Was hast du gemacht? Was ist das?“, wollte Tylers zukünftige Tochter wissen. „Weihwasser. Ich habe den Götterrat um Unterstützung gebeten. Vielleicht haben wir diesmal mehr Erfolg.

Hast du dasselbe auch mit Dad gemacht?“ „Nein“, antwortete Klotho. „Das ist dein Eigentum, was bedeutet, dass nur der Besitzer des Gegenstandes, die volle Magie nutzen kann. So ist es mit den Göttergeschenken.“ Violet und Dwight waren viel zu jung um genau zu wissen, wann sie die göttlichen Geschenke bekommen hatten, aber sie meinten gehört zu haben, dass es die Moiren waren, die ihnen die goldenen Glöckchen schenkten.
Also dann wollen wir mal anfangen.“ Festentschlossen, den Unbekannten mit Hilfe von Klotho zu identifizieren, umfasste sie Klothos Hand und konzentrierte sich auf den Brooklyner Campus und an den Tag zurück, als die Göttinnen in einen tiefen Schlaf fielen.

***

Als Klotho und Violet die Augen öffneten waren sie im Brooklyner Campus. Sie konnten sie gerade noch rechtzeitig hinter einer Wand verstecken, ehe sie von den anderen gesehen worden konnten.

„Das hört sich nicht gut an“, flüsterte Trevor und bewegte sich langsam zur Treppe. Er wollte die Treppe betreten, als Violet bei den Göttinnen erschien und ihnen dazu drängte von hier zu verschwinden. „Ihr müsst hier weg. Sofort!“ „Aber wieso?“, wollte Lachesis wissen.“ „Erzähle ich euch, wenn wir von hier weg sind“, versicherte Violet Atropos und zog sie schon bei der Hand. „Zu spät.“ Violet riss entsetzt ihre Augen auf und starrte direkt in den dunklen Rauch, der vor ihnen erschien und immer größer wurde. Hinter dem Rauch lichtete sich ein fremder Mann, der die Göttinnen finster anlächelte. „Und nun habe ich euch doch. Zwar nicht wie geplant um Mitternacht, aber wie sagt man so schön. Lieber spät als nie.“

Künstlerpech. Violet und Klotho standen mit dem Rücken zum Unbekannten und konnten ihn dadurch nicht wirklich identifizieren. „Wir müssen dort rüber, um etwas zu sehen“, flüsterte Violet, „aber wie, ohne aufzufallen? Glaubst du, dass beamen kannst?“ Klotho zuckte verunsichert mit der Schulter.

Die Augen des Unbekannten verdunkelten sich, bis das weiße nicht mehr zusehen war. Alles geschah so schnell, dass die Göttinnen nicht reagierten konnten. Und so erkannten sie den Dämon erst, als es zu spät war. Sie fielen wie ein Sack Zement zu Boden. Besorgt kniete sich Carmen zu den umgefallenen Göttinnen, während Trevor den Mann zur Rede stellen wollte. Doch als er ihn packen wollte, löste sich der Unbekannte wieder in einem dunklen Rauch auf. „Ihre Körpertemperaturen sind eiskalt“, schrie Carmen mit aufgeregter Stimme und sah in die verärgerten Augen von Violet, weil ihre jüngste Vision eingetreten war…

Gerade als Klotho auf die andere Seite beamen wollte, schoss ein gewaltiger und schwarzer Rauch, der so groß war in die Richtung der beiden und verdunkelte ihre Sicht. Sie merkten, wie eine Hand nach ihren Armen griff und als sie dann in ein tiefes Loch, der urplötzlich unter ihnen erschien hineinstürzten, wussten sie beiden nicht, was mit ihnen geschah. „Viiiooooleeeet..
Violet und Klotho kehrten wieder zurück in die Wohnung der Moiren, allerdings war Klotho bewusstlos. Klothos Körpertemperatur war kalt geworden und Violet war sich sicher, dass der Göttin genau dasselbe passierte, wie ihre Schwestern. Sie fiel in einen tiefen Schlaf und konnte nur durch die Hand des mysteriösen Fremden erwachen. Doch wo zur Hölle sollte sie nach ihm suchen?

.: The River Cafe :.

Carmen verabredete sich mit Trevor im The River Cafe, in der Walter Street, direkt unter der Brooklyn Bridge, um mit ihm über das Buch und Efgenia zu sprechen. Vielleicht konnte er ihr weiterhelfen und ihr sagen, wie sie das Ganze angehen soll. Während sie auf ihn wartete, blickte sie aus dem Fenster, in das atemberaubende Nacht-Ambiente, was Brooklyn zu bieten hatte. Die vielen Lichter von den Hochhäusern spiegelten sich im East River und leuchteten dabei so wunderschön. Dieses Resteraunt war ziemlich beliebt und deshalb wunderte sich Carmen, wieso Trevor es geschafft hatte, so kurzfristig einen Platz mit wunderschönem Blick nach draußen bekam. Sie erinnerte sich an die Zeit mit Ethan zurück, der sie zum Essen eingeladen hatte und in diesem Restaurant wunderschöne Stunden mit ihm verbracht hatte. „Guten Abend die Dame. Sorry für die Verspätung.
Macht doch nichts“, sagte Carmen und umarmte Trevor, der leicht zerzaust aussah, weil er so in Eile war. „Darf ich kurz?“, fragte Carmen und zupfte kurz an seinen Kragen. „Oh. Danke.“ Trevor wirkte etwas verlegen und strich sich über sein Haar. „Hast du schon was bestellt?“ Carmen schüttelte den Kopf. „Ich habe auf dich gewartet.
Trevor gab der Bedienung ein flüchtiges Zeichen um ihm zu signalisieren, dass er die Karte bringen konnte. Die männliche Bedienung gab den beiden die Karte und fragte freundlich, ob sie schon wüssten, was sie zu trinken haben wollten. Nach ihrer Getränkebestellung verließ die Bedienung den Tisch. Die beiden blätterten kurz über das internationale Menü und wussten jedoch recht schnell was sie haben wollten.
Für Carmen das Brantino Fillet (Mittelmeer Wolfsbarsch, Chorizo und Garnelenfüllung, kleine geräucherte Strauchtomaten und Zucchini) und Trevor das Crisp Duck Breast (weiße Trüffel gemischt mit Honig und Fenchelglasur, Entenkeule mit Kroketten zusammen mit Bio-Karotten).

Willst du mir nun erzählen, was du über das Buch herausgefunden hast?“, fing Trevor an und legte die Karte auf die Seite. Carmen fing an zu erzählen und wurde bei Efgenias Verbrennung von der Bedienung kurz unterbrochen, der die Bestellung aufnehmen wollte. Nach der Bestellung führte sie ihr Gespräch fort, als die Bedienung so weit weg war, dass sie sicher sein konnte, dass er von der Unterhaltung nichts mitbekam. „Es heißt, dass nur weibliche Blutsverwandte dieses magische Buch lesen können und so bin ich auch auf Melody gestoßen, die somit Verwandt mit mir sein müsste. Aber bevor ich herausfinden konnte, ob sie vielleicht mehr über unsere Vorfahren wusste, habe ich erfahren, dass sie gestorben ist. Mein Gefühl sagt mir, dass die Dämonen sie getötet haben. Ich habe vorhin noch ein bisschen im Buch herumgeblättert und es ist das Lexikon der Götter und Dämonen. Außerdem stehen hier unzählige Bannsprüche und Rituale, wie man die Dämonen sowie Götter beschwören oder herbeirufen kann.

Mit dem Buch könntest du Tyler sicherlich in vielen Situationen helfen“, warf Trevor ein und sichtete die Bedienung, die die Vorspeise für die beiden brachte. „Sicherlich wird das Buch bei der Schlacht ziemlich an Bedeutung gewinnen. Ich an deiner Stelle würde auf das Buch achtgeben, nicht das es jemand falsches in die Hände bekommt.
Da hast du Recht. Melody hatte ja versehentlich eine Hexe gerufen und außerdem Dinge beeinflusst, die ihr und ihrem kleinen Hexenzirkel Vorteile verschafft hatte.
Trevor kaute zu Ende und wollte zu dieser Bemerkung etwas sagen. „
Vielleicht hat das Schicksal sie bestraft, weil sie zu selbstgefällig war. Aber Carmen, da fällt mir ein. Hast du schon Melodys Mutter aufgesucht? Ist doch naheliegend, dass sie auch etwas über das Buch weiß.“ Die Idee von Trevor war gar nicht mal so übel. „Wieso bin ich nicht selbst drauf gekommen? Trevor, was mach ich bloß ohne dich? Wer hilft mir denn bitte in der Zukunft weiter? Die Neue?! Niemals.“ Trevor lachte kurz auf, weil Carmen nicht wirklich viel von der neuen Mitarbeiterin, Abigail Claridge, hielt. „Ach komm schon. Gib ihr eine Chance. Sie war heute sicherlich nur aufgeregt und wollte nichts falsch machen.
Jetzt fall du mir nicht in den Rücken“, merkte Carmen an und nahm ein Happen von den Nudeln. „Du beschützt sie noch, obwohl sie so unverschämt zu dir war. Außerdem kann ich es kaum glauben, wieso du so nett über sie reden kannst. Schließlich hat sie dein Platz eingenommen.

.: In der Wohnung der Carrendoors :.

Dwight hasste es - Er hasste es wirklich. Das Warten - Das Warten auf Neuigkeiten, die Licht ins dunkle bringen sollten. Gewissheit für ihn und alle Beteiligten. Wie so oft, war er zu Hause mit der Ungewissheit, was sich draußen abspielte – Ohne ihn. Er hasste es, aber dennoch hatte er wohl die schwierigste Aufgabe, die seine Zukunft komplett verändern könnte, wenn er einmal unachtsam wäre. Er war in der Wohnung seiner Eltern und passte auf seine Mutter und seinem kleinen ich auf.
Die anderen dagegen hatten Aufgaben, die sicherlich genauso wichtig waren. Seine war jedenfalls monoton. Gleichzeitig wusste er aber, dass er im Ernstfall wahrscheinlich der einzige von den Carrendoors war, der gegen das Böse eine Chance hätte. Ausgenommen von Tyler, der in den letzten Wochen hart trainieren musste um zumindest ansatzweise den Vorstellungen der Götter, Artemis und Apollon gerecht zu werden. Dwight hatte so viel durchleben müssen und das stärkte ihn einerseits, doch andererseits hatte er seine Probleme sich auf einen Menschen einzulassen und ihm zu vertrauen.
Und so wirkt er auf vielen erst einmal kühl und unnahbar. Auch Tyler und Ava hatten anfangs ihre Bedenken. Doch nach und nach baute er eine Bindung zu ihnen auf, die deutlich zu sehen und zu spüren war. Er würde für seine Eltern alles tun – wirklich alles. So opferte er sich schon einmal für das Wohl der Eltern und wurde dadurch in die Hölle verbannt. Dass nun der Zeitpunkt gekommen war, dass die Rechnung des Ausbruchs kam, war abzusehen. Wahrscheinlich war er deshalb so genervt, gerade diesmal nicht mit Tyler und den Göttern auf die Suche nach Thanatos gehen zu dürfen. Er wäre doch der perfekte Köder für den Sensenmann gewesen.

In Gedanken versunken blieb er kurz vor dem Schlafzimmer seiner Eltern stehen und spähte durch den Türspalt in das Zimmer. Klein-Dwight lag schlafend in seinem Kinderbett, während Ava im Bad war und sich frisch machte. Hope hatte vorher angerufen und gefragt, ob sie kurz vorbeikommen könnte, weil sie einen beste-Freundinnen-Rat brauchte.
Dwight lief weiter den Flur entlang und öffnete die Tür des Gästezimmers. Er sah zum Fenster. Die grellen Lichter wurden durch die heruntergelassenen Rollläden fast vollständig gedämmt. Und so schaltete er das Licht an um seine dreckige Wäsche einzusammeln um sie anschließend in den Wäschekorb im Bad zu verstauen. Noch während er seine Klamotten vom Boden hob, hörte er die Wohnungsklingel läuten – Hope war da.

Ava hüpfte aus dem Bad und war über Hopes Besuch erfreut. Sie war die einzige, die keine Gedanken über die bevorstehende Schlacht und die möglichen Gefahren machte, weil sie davon nichts wusste. Mit ihr konnte sie über normale Dinge sprechen. Alltägliches, typische Frauengespräche oder einfach nur über das Wetter, wenn es kein interessanteres Thema gab (was so gut wie nie vor kam). Es gab immer etwas, worüber sie redeten und momentan drehte sich bei Hope alles um ihre neue Romanze: Ian Porter. Mit voller Neugier, das neuste vom Neusten über Hope und ihrem Liebhaber zu erfahren, öffnete sie die Tür und wurde allerdings mit einem bedrückten Gesicht von Hope konfrontiert. „Hallo Hope… Ist was mit dir?
Dwight streckte kurz seinen Kopf aus dem Schlafzimmer der Eltern und winkte Hope zu. „
Hi Hope.“ Danach verschwand er wieder.
Ich werde noch verrückt. Ich werde echt langsam verrückt“, jammerte Hope und lief direkt in die Küche. Sie setzte sich auf den Barhocker und stützte sich mit ihren Ellenbogen auf den Tisch ab. „Seit Wochen schlafe ich so schlecht.
Wieso denn?“, wollte Ava wissen und stellte ihr ein Glas Orangensaft hin, was im Übrigen ihr Lieblingsgetränk war. „Ich war vor einigen Wochen auf dem Brooklyner Campus, als Andreas Burks zwei Studenten getötet hatte. Als er hinkend zu mir rannte, wusste ich nicht, dass er es war und bat ihm sogar meine Hilfe an, aber im Nachhinein hätte er mich ganz einfach töten können. Seit dem habe ich nachts Alpträume von ihm und außerdem denke ich, dass ich langsam halluziniere. Auf dem Campus meinte ich zwei Personen gesehen zu haben, wie sie sich in Luft aufgelöst haben. Einfach so. Wie bei Charmed, wenn die Schwestern sich fortgebeamt haben.

.: The River Cafe :.

Wir haben uns nicht wegen mir getroffen, sondern wegen dir. Ich würde dir vorschlagen sofort mit der Mutter von Melody in Kontakt zu treten. Wenn du vermutest, dass die Dämonen Melody getötet haben, dann würde ich mich beeilen, nicht dass die Dämonen die Mutter vorher aufsuchen.“ Trevor hatte die Angewohnheit mit kühnen Kopf und gesundem Menschenverstand an alle kniffligen Fälle zu gehen, was ihn als Person ausmachte. Deshalb zählte er in der Vergangenheit zu den besten Detectives in seinem Ort. „Schnapp dir dein Handy und telefoniere sofort mit Jeff. Er soll dir die Nummer und Adresse von der Mutter heraussuchen.“ Carmen zögerte, weil sie nicht aufstehen wollte um telefonieren zu gehen, aber Trevor drängte sie regelrecht dazu. Sie stand schließlich auf und verschwand in der Toilette. Als sie weg war, vibrierte sein Handy. „Schatz, wann kommst du heute von der Arbeit heim? Auf wann soll ich das Essen warm machen?“ Dora Brand, die 31-jährige Ehefrau von Trevor rief ihn an, weil sie wissen wollte, wann er mit der Arbeit fertig war. Wie sooft, wusste sie es durch seine unterschiedlichen Arbeitszeiten nicht und deshalb rief sie ihn auch fast täglich wegen der selben Sache an. „Ich komme so gegen 22 Uhr heim. Ich bin wegen einem Fall noch mit Carmen unterwegs. Wir essen gerade, weshalb du das Essen nicht warm machen musst. Gib Lilly einen Kuss von mir.“ Trevor wusste nicht, wie er die Suspendierung seiner Frau beichten sollte, denn als Hauptverdiener in der Familie, waren sie auf sein Einkommen angewiesen. Deshalb war er heute auch noch nicht zu Hause, sondern verbrachte seine Zeit bei seinem besten Freund, dem Staatsanwalt Terrence Capwell. Dieser riet ihm nach dem Essen nach Hause zu gehen und es Dora gleich zu sagen. Es zu verschweigen, würde dies nur verschlimmern.
Während des Telefonats fiel ihm nicht auf, dass Carmen hinter ihm stand und die Hälfte des Gesprächs mitbekommen hatte. Sie wurde dadurch nur noch bedrückter. „
Also Schatz, wir sehen uns später.“ Trevor steckte sein Handy wieder in seine Hosentasche und blickte verstohlen auf sein Essen. Er hasste es seine Frau anzulügen, aber er musste erst überlegen, wie er es ihr beibringen konnte.

Und, wie schmeckt deine Ente?“, fragte Carmen und machte ihn auf sich aufmerksam. „Oh, du bist wieder da. Hast du was von Jeff herausbekommen?“, wollte Trevor wissen und nahm das Besteck in die Hand. „Ja. Quinn Candis, wohnt in der 1816 Troy Avenue. Ich fahre später zu ihr.
Trevor antwortete nicht gleich, sondern überlegte. „
Gut. Dann essen wir schnell fertig, Dora wartet nämlich auch schon auf mich.“ Einvernehmlich nickte Carmen und nahm ein Happen von ihrem Teller. „Hm… Fein. Lecker.“ Trevor lächelte Carmen an und erkundigte sich über Tyler: „Haben Tyler und die anderen bereits herausgefunden, wie sie die Göttinnen aus ihrem Schlaf wecken können?
Leider nicht. Aber vielleicht kann ich ihnen wirklich mit dem Buch weiterhelfen, wenn ich mehr darüber erfahren habe."

 

.: In der Wohnung der Carrendoors :.

Ava wusste gar nicht, wie sie reagieren sollte, denn anscheinend hatte Hope doch mit dem Übernatürlichen Kontakt gehabt. Sollte sie ihr endlich die Wahrheit sagen? „Hab ich mir das mit den Personen nur eingebildet, weil ich zu übermüdet war? Zumindest meinte Ian das. Ich wollte wegen Andreas Burks zu Carmen, aber sie nimmt nicht ab. Weißt du vielleicht, ob sie Andreas Burks geschnappt haben?“ Ava schüttelte schnell den Kopf: „Nein. Meines Wissens sind sie immer noch auf der Suche nach ihm. Kannst du mir die zwei Personen beschreiben, die du auf dem Campus gesehen hast?“ „Leider nicht. Sie waren zu weit weg. Ich konnte jedoch erkennen, dass es ein Mann und eine Frau war. Sie lösten sich in einem hellen, weißem Licht auf. Glaubst du mir etwa?
Wahrscheinlich waren es Götter, denn nur sie leuchteten hell auf, wenn sie verschwanden. „
Was hast du gemeint? Sorry, ich war kurz mit meinen Gedanken irgendwo ganz anders.“ Hope plusterte die Backen auf und wiederholte noch einmal das was sie gesagt hatte. „Ganz ehrlich? Ich glaube dir, aber…“ Bevor Ava weiterreden konnte, trat Dwight in die Küche ein. „Störe ich euch bei etwas?“ Beide antworteten gleichzeitig mit einem Nein und sahen sich intensiv an. „Na dann ist ja gut. Ich schnapp mir nur ein Jogurt aus dem Kühlschrank und lasse euch danach wieder alleine.“ Hope lächelte ihn an und nahm ein Schluck von ihrem Orangensaft. Als er weg war konnte sie die Bemerkung zu Dwight nicht lassen: „Tyler’s Cousin ist sympathisch. Er strahlt fast immer, wenn ich ihn sehe. Wieso wohnt er nochmal vorübergehend bei euch?
Er will mit einer neuen Geschäftsidee in New York fußfassen. Doch zuerst möchte er Eigenkapital ansparen.“ Hope schenkte sich erneut Orangensaft in das Glas ein und nahm einen kräftigen Schluck.

Zurück zum Thema. Was sollte ich deiner Meinung nach tun?“ Nach einer kurzen Bedenkzeit fing Ava zögerlich an. „Ehrlich gesagt bin ich überfragt. Vielleicht fällt mir morgen etwas ein. Hat Sophie uns nicht auf einen DVD-Abend bei sich eingeladen? Spätestens dort wüsste ich vielleicht mehr.
Zwar war der Vorschlag für Hope nicht die, die sie am zufriedensten stellte, aber dennoch konnte sie nachvollziehen, dass ihre Freundin die Sache mit Andreas und den zwei Personen verdauen muss. Dass Ava mit Tyler über Hope sprechen wollte, wusste die Anwältin nicht. „
Klein-Dwight weint und ich bekomme ihn nicht ruhig gestellt. Willst du mal schauen, was er hat?“ Dwight war erneut in der Küche gekommen und unterbrach somit die Unterhaltung der Damen. „Ich komme gleich. Vielleicht ist seine Windel voll.“ Ava stand auf und bewegte sich zur Tür.
Gut, dann kümmere dich um den Kleinen. Wir sehen uns morgen.“ Dankend umarmte Hope ihre Freundin und war froh, eine Person zu haben, mit der sie über alles offen reden konnte. „Tschüs zusammen.

Als die Wohnungstür zuging, atmete Ava erleichtert auf: „Hope ahnt was. Sie hat zwei Personen wegbeamen sehen. Ich glaube, dass es besser ist, wenn sie die Wahrheit erfährt oder was meinst du?“ Mit hochgezogener Augenbraune, dachte Dwight über die Aussage von seiner zukünftigen Mutter nach. „Ich weiß nicht, ob Hope die Wahrheit verkraftet. Auf mich wirkt sie ziemlich sensibel. Vielleicht muss sie nach und nach mit dem Übernatürlichen vertraut werden.
Und wie soll ich das anstellen? Was ist, wenn sie von einem Dämon angegriffen wird? Ich meine, sie hatte Kontakt mit Moiris und sollte von Glück reden, dass sie noch einmal glimpflich davongekommen ist.“ Ava nahm den weinenden Klein-Dwight aus seinem Bett und tröstete ihn, indem sie ihn in ihren Armen hielt und leicht auf und ab wippte. „Erzähle ihr von Tylers Bestimmung, ehe du mit den Dämonen anfängst. Das dämmt die Tatsache, dass es Dämonen auf der Welt gibt.

Mitten im Gespräch hörten sie ein lautes Geräusch im Wohnzimmer und danach ein lauter Ruf von Violet: „
DWIGHT!“ Hastig eilte Dwight zu seiner Schwester und blieb mit weit aufgerissenen Augen stehen, die auf die bewusstlose Klotho gerichtet waren. „Was ist passiert?
Violet fasste sich an die Stirn, schloss erschöpft ihre Augen und war ratlos: „
Sie schläft, genauso wie ihre Schwestern. Langsam bin ich am Ende mit meinem Latein. Wieso können die Götter oder die Propheten nichts sagen? Weißt du wie ich mich fühle? Alleingelassen. Wie bei uns in der Zukunft sind wir wieder allein auf uns gestellt. Manches wiederholt sich immer wieder.“ Sichtlich enttäuscht darüber ließ sie sich auf das Sofa fallen. „Bringe Klotho zu Melampus und Herophile. Sie sollen Klotho sicherstellen und auf sie aufpassen. Ich werde zu Hause nach Lösungen suchen. Einverstanden?
Violet schien verzweifelt zu sein und gab ihn das Gefühl, fast aufgegeben zu haben. „
In Ordnung. Dann sieht man sich gleich. Hast du was von Dad gehört?“ Dwight schüttelte den Kopf: „Nein, aber um ihn brauchst du dir nicht noch den Kopf zerbrechen. Er hat die Zwillinge bei sich und zu dritt werden sie doch zurechtkommen. Ich bin da mal zuversichtlich.

.: Bei Quinn Candis :.

Angespannt wartete Carmen darauf bis Quinn Candis die Tür aufmachte. Obwohl es nur eine halbe Minute ging, kam es für sie ewig vor. Wen würde sie gleich treffen? Seit sie klein war wuchs sie mit der Meinung auf, keine Verwandte zu haben. Ihre Eltern starben als sie drei Jahre alt war und ab da an wuchs sie bei verschiedenen Familien auf, die sie adoptiert hatten. Unerklärlicherweise war sie nie länger bei ihrer Ersatzfamilie. Sie musste damit leben, dass sie hin und her geschoben wurde und dabei keine Rücksicht auf ihre Gefühle genommen wurde. Darum wuchs Carmen auch ziemlich verschlossen und zurückhaltend auf. Sie wollte ihre Gefühle nicht mehr öffnen, da die anderen sie letztendlich doch verletzen würden. Mit 16 Jahren entschied sie sich, im Heim zu bleiben und in der örtlichen High School ihr Leben selbst aufzubauen.

Wenn sie in der Schule wieder gehänselt oder das Opfer eines der fiesen Streiche wurde, verkroch sie sich nach der Schule unter der Brooklyn Bridge, wo sie ihre Gefühle freien Lauf gab. Meistens erinnerte sie sich an die unzähligen Beschimpfungen und Vorwürfe ihrer Adoptiveltern. „Undankbare Göre“, „Ungehorsam“, „Pechmarie sollten wir dich nennen“. Sie baute ein Schutzschild auf und konzentrierte sich nur noch auf die Schulleistungen. Sie wollte trotz ihrer schweren Kindheit ein geregeltes Leben führen, auch wenn sie mit dem Risiko leben musste, ewig alleine zu sein...

: Kingsboro Psychiatric Zentrum :.

Violet war wegen der Äußerung der Propheten entsetzt. Sie waren der Meinung, dass die Rettung der vier Schwestern zweitrangig wäre und stattdessen die Wiedervereinigung der ultimativen Sieben verhindern sollten. „Seid ihr immer so egoistisch? Schließlich haben die Moiren meinen Dad zwei Jahre lang begleitet und ihn zu einem Krieger geformt. Und nun? Wenn sie einmal Hilfe brauchen, ignoriert ihr sie?“ Sie war aufgewühlt und konnte die Propheten nicht verstehen. „Nichts geschieht ohne Grund.
Kopfschüttelnd beamte sich Violet aus dem Zimmer und kehrte wieder zurück in die Wohnung ihrer Eltern.

.: Californien, Santa Monica :.
(-3 Std. Zeitverschiebung)

Tyler wartete auf Jonathan Avens (Charakter aus Never forget; virtuelle Serie von Samra), der von seinem Feierabend gleich zu Hause ankommen müsste. Susan Avens (Charakter aus Never forget; virtuelle Serie von Samra), die für ihn einen Kaffee zubereitet hatte, setzte sich neben den Anwalt und lächelte ihn freundlich an: „Du wirkst etwas nervös oder liege ich da falsch?“ Tyler schüttelte verunsichert den Kopf und versuchte seine Sorgen zu unterbinden. „Nein, es ist nichts. Ich habe nur an die nächste Gerichtsverhandlung mit meinem nächsten Klienten gedacht.“ Um vom Thema abzulenken, nahm er den Kaffee in die Hand und rührte den Zucker und die Milch mit dem kleinen Löffel um, so dass er den Kaffee trinken konnte. Der frischduftende Kaffee, der durch die Kaffeemaschine gemahlen wurde, war unverschämt verführerisch. Tyler liebte den Duft, der nur bei guter Wärme so intensiv riechen konnte.

Die Haustür wurde aufgeschlossen. Kurz darauf ertönte eine Stimme, die zu Jonathan gehörte: „Hallo zusammen. Ich bin wieder zu Hause.“ Susan und Tyler standen zeitgleich auf und liefen in den Flur. Voller Freude, einen alten Bekannten wiederzusehen, begrüßte Jonathan den Anwalt herzlich. „Hey Tyler, ich freue mich dich zu sehen. Ich war ganz überrascht als ich deine Nummer auf dem Display gesehen habe. Wie geht es Ava und, ich habe gehört, dass ihr Nachwuchs bekommen habt.
Voller Stolz zog Tyler ein glückliches Lächeln über sein Gesicht. „
Ja, er heißt Dwight und hält uns alle ziemlich auf Trab. Außer, dass Ava und ich kaum eine Nacht durchschlafen können geht es uns blendend.“ Gegen Ende seiner Äußerung wechselte er die Miene, die etwas bedrückter wirkte. Jonathan wusste sofort, dass Tyler ihm etwas vormachen wollte, sprach ihn jedoch nicht an, weil er es für besser hielt, ihn erst später darauf anzusprechen. „Komm, wir setzen uns ins Wohnzimmer. Dort ist es viel gemütlicher als im Flur zustehen.“ Einvernehmlich nahmen die beiden auf dem Sofa Platz und unterhielten sich über alte Zeiten. Susan, die das Essen zubereiten wollte, klinkte sich aus und meinte, dass sie wiederkommen wollte, sobald das Hühnchen im Ofen brutzelte.
Als sie nicht mehr zu sehen war, legte Jonathan seine Hand auf Tylers Schulter und beugte sich etwas nach vorne und wollte von ihm wissen, was ihm auf dem Herzen lag: „
Tyler, was hast du auf dem Herzen? Mir machst du nichts vor. Ich kenne dich seit Klein auf und so benimmst du dich nur, wenn dich was bedrückt.

Stirnrunzelnd überlegte Tyler, was er darauf antworten konnte. Sollte er Jonathan die Wahrheit sagen oder weiterhin so tun, als wäre er wegen den Videobändern aus alten Zeiten gekommen. „Schatz, Tyler und ich sind im Garten und genießen das tolle Wetter. Rufst du uns, wenn wir dir beim Tischdecken helfen sollen?“, rief Jonathan in den Flur, in der Hoffnung, dass es in der Küche bei seiner Frau ankam. „Ja, mach ich. Soll ich euch ein Getränk aus dem Kühlschrank bringen?“, halte es ins Wohnzimmer zurück.
Nein, danke.“...

.: Bei den Carrendoors :.

Diese Götter. Wenn die Götter und nicht weiterhelfen können, sollten wir uns doch am besten mit den Dämonen zusammensetzen und bei Kaffee und Kuchen über mögliche Ursachen des tiefen Schlafes der vier Schwestern unterhalten“, maulte Violet und setzte sich brummig auf das Sofa. Dwight saß ihr gegenüber und runzelte die Stirn: „Ist das dein Ernst?“ Schnell schüttelte Violet den Kopf. „Ach was. Was denkst du denn von mir?
Ich denke, dass du gar nicht mal so unrecht hast. Vielleicht sind wir die falschen Dämonen angegangen. Es gibt ja dämonsche Götter, die uns weiterhelfen könnten.“ Violet richtete sich interessiert auf und hörte ihrem Bruder aufmerksam zu. „Hast du jemanden bestimmtes im Kopf.
Einen Moment bitte, so schnell bin ich nicht. Mir ist die Idee erst durch deine Aussage in den Sinn gekommen“, antwortete Dwight und grübelte nach.

Mitten in ihrem Gespräch klingelte es an der Tür. Verwundert schauten die beiden sich an. Mit einer hochgezogenen Augenbraue lief Dwight aus dem Zimmer und öffnete die Wohnungstür. „Du?“ Dwight war überaus verblüfft, die Person von der Tür zusehen.
Ich hätte ja den anderen Weg genommen, aber mir wurde die Sense entrissen, weshalb ich meine Kräfte nicht einsetzen kann.“ Hypnos, der Traumgott und Zwillingsbruder von Thanatos stand tatsächlich vor der Tür. „Willst du mich nicht hereinbitten?“ Daraufhin trat Dwight zögerlich zur Seite und ließ ihn hinein.
Im Wohnzimmer zeigte Dwight auf den freien Platz neben Violet, wo er sich hinsetzen konnte. „E
xpresslieferung? Dwight ich bin beeindruckt, wie flink du deine Ideen in die Tat umsetzt.“ Hypnos sah Violet etwas verunsichert an und schwankte seinen Kopf danach zu Dwight herüber. „Was meint sie?
Ach, wir verzweifeln gerade und da kam mir in den Sinn, Hilfe von Dämonen oder dämonischen Göttern anzunehmen und prompt standest du vor der Haustür“, klärte Dwight den unwissenden Traumgott, der in der Unterwelt lebte, auf.

Wenn ihr nach den vier Schwestern suchst, seid ihr bei mir an der falschen Adresse. Wie wäre es, wenn ihr eure Freundin fragt? Carmen ist gerade dabei die Wahrheit über sie zu erfahren.“ Auf die Äußerung von Hypnos hin, fragte Dwight sich, inwiefern Carmen ihnen bei der Suche nach den Göttinnen helfen konnte, doch der er würde es ihnen sicherlich gleich mitteilen. „Wieso bist du dir denn so sicher, dass Carmen uns weiterhelfen kann?
Hypnos Gesichtsausdruck wurde ernster: „
Weil ich eigentlich eine neue Seele in die Hölle begleiten sollte.“…

 

Fortsetzung: 18.3. Das Herzmedaillon