2 | Witcherella Project

Ethan Bridgeman ist seit dem Kindergarten der beste Freund von Tyler. Da er von klein auf mit Tyler aufgewachsen ist, sieht er den Anwalt als seinen großen Bruder. Er machte vor 5 Jahren die Ausbildung zum Polizisten und ist seit 2 Jahren ausgelernt. Seine letzte Freundin hatte ihn von vorne bis hinten verarscht. Deshalb ist er in Sachen Beziehung vorsichtiger geworden und lässt nur schwer jemand an sich heran.

2.1. Ich bin so hässlich

Ethan und seine Arbeitskollegin Carmen bildeten vor kurzem eine Fahrgemeinschaft, daher holte er sie um halb 8 ab. Als sie etwas verspätet ins Auto stieg, blickte sie Ethan entschuldigend an. Der Polizist grinste und fuhr los. Während der Fahrt merkte Ethan, dass Carmen ungewöhnlich ruhig war. Deshalb fragte er sie, was mit ihr los ist.

Die schüchterne Carmen gab ihn darauf keine Antwort. Stattdessen erzählte sie über die Nachrichten und was zur Zeit in der Welt so passierte. Im Polizeirevier angekommen, kam ein Arbeitskollege entgegen und riss Witze über Carmen. Sie machte aber so, als hätte sie dies nicht gehört und lief weiter.

Ethan bekam das mit und fragte die Polizistin, wieso sie sich das gefallen lies. Aber Carmen reagierte wieder nicht. Sie war ziemlich verschlossen. Während die Polizistin in ihr Büro ging, kehrte Ethan noch einmal um und suchte seinen Arbeitskollegen. Carmen lies einen Türspalt offen und beobachtete, wie Ethan seinen Arbeitskollegen wegen den Carmenwitzen zur Rede stellte.

Anstatt Reue zu zeigen, drückte er noch einen oben Drauf. Ethan drückte seinen Arbeitskollegin wütend an die Wand und meinte, dass er aufpassen sollte, was er zu jemand sagte. Mopping konnte er gar nicht leiden. Die Schüchterne war überrascht und beeindruckt, dass Ethan sie verteidigte und schloss ihre Tür zu. Aus ihrem Bürotisch holte sie einen kleinen Spiegel hervor und betrachtete sich im Spiegel, "Schade, dass ich nicht so aussehen kann wie Carmen Elektra oder Heidi Klumm. Es heißt zwar, dass es auf die inneren Werte ankommt, aber das Aussehen ist in Wirklichkeit viel wichtiger. Die Stichereinen verfolgen mich schon mein ganzes Leben lang.. Das ist so frustrierend...".

Sie kämpfte mit den Tränen, da sie so unzufrieden mit sich war. Unerwartet platzte Ethan in ihr Büro, "Hey Carmen, hör nicht auf die Chaoten. Die haben doch keine Ahnung. Ich weiß es besser, denn ich kenne dich schon seit dem College. Irgendwann werden unsere Arbeitskollegen damit aufhören und dafür werde ich Sorgen..". Carmen legte ihren Spiegel zur Seite und meinte zu ihm, dass sie längst nicht mehr auf die Sprüche hörte.

Es verletzte sie viel mehr, dass sie bei ihren Arbeitskollegen nicht für voll genommen wird. Jeder würde sie unterschätzen und das ist der wahre Grund, weshalb sie geknickt ist. Vielleicht würde sich ja alles ändern, wenn sie äußerlich hübscher wäre. Ethan setzte sich zu ihr und schaute in ihre Augen, "Bleib einfach wie du bist, denn deine Persönlichkeit ist deine Stärke und alle anderen werden das schon noch sehen. Sie brauchen halt etwas länger! Also zerbreche dir nicht deinen Kopf darüber und arbeite normal weiter". Er strich ihr durch die Haare und meinte, dass Schönheit vergänglich ist und deshalb total egal ist.

Danach ging der Polizist aus dem Zimmer. Sie blickte ihm hinterher und fühlte sich etwas besser. Er wusste ja nicht, dass sie seit dem College in ihn verliebt war. Seufzend fing die Schüchterne an, die alte Akten zu bearbeiten und sortieren. Der Tag verging wie im Flug und Ethan fuhr Carmen nach Hause.

In der Wohnung angekommen, ging sie sofort in ihr Zimmer und betrachtete sich im Spiegel. Traurig tastete sie ihr Gesicht, fuhr durch ihre Haare und seufzte laut, „Wieso kann ich nicht attraktiver sein? Meine Arbeitskollegen behandeln mich wie eine Laie, obwohl ich schon seit 2 Jahren dort arbeite. Wenn ich hübscher wäre, würde mich vielleicht Ethan mit anderen Augen anschauen. Kann mir denn keiner helfen? “.

Kurz nachdem sie das gesagt hatte, fing das Licht an zu flackern. Ein kalter Wind zog an ihr durch. Sie drehte sich zur Zimmertür, die durch den Wind aufgerissen wurde. Doch Carmen hatte nirgends ein Fenster geöffnet.

Als die 25-jährige sich wieder zum Spiegel umdrehte erschrak sie vor Schreck. Im Spiegel war nicht sie selbst zu sehen, sondern eine grauhaarige Frau, die sie nicht kannte. Ängstlich rannte sie aus ihrem Zimmer und ging ins Bad, „
Du hast zu viel gearbeitet. Jetzt siehst du schon wildfremde Personen im Spiegel“.

Ich kann dir helfen“, flüsterte eine Stimme zu ihr. Sie drehte sich um, doch es war niemand zu sehen. Sie wagte ein Blick in den Spiegel. Wieder sah sie die Frau, „Ich kann dich attraktiver machen und dein sehnlichster Wunsch könnte wahr werden“. Wieder schüttelte sie den Kopf und schob die Halizinationen auf die viele Arbeit.

Doch die Person im Spiegel verschwand nicht. „
Wer zum Teufel bist du und wie kann es sein, dass ich dich sehe und überhaupt, wie willst du dass anstellen?“,fragte sie mit zittriger Stimme. Carmen hatte panische Angst. Aber anstatt wieder aus dem Bad zu rennen, blieb sie vor dem Spiegel und hörte der alten Dame zu. „Ich bin Enyo (griech. Hexe) und gewähre dir einen Wunsch. Die einzige Bedingung ist, dass du niemanden von mir erzählen darfst“, schlug sie ihr vor und fügte hinzu, dass Carmen dadurch endlich die Anerkennung bekommen würde, die sie schon seit ihrer Highschoolzeit wünschte.

Sie war skeptisch, aber dennoch lies sie sich von Enyo einwickelnd. Was hätte sie denn zu verlieren, dachte sie und meinte, dass ihr Leben nicht schrecklicher werden könnte.  Als Carmen auf die Bitte von Enyo ihren Wunsch aussprach, bekam sie plötzlich keine Luft mehr. Ihr Atem wurde immer euphorischer, bis ihr schwarz vor Augen wurde und sie bewusstlos umfiel..

Am Nächsten Morgen wartete Ethan wieder um 7:30 Uhr auf Carmen. Ungeduldig blickte er auf die Uhr. Endlich ging die Tür auf und die Polizistin stieg ins Auto ein. Als er kurz zu seiner Arbeitskollegin rüber blickte wurde er positiv überrascht. Carmen sah komplett anders aus, "Wow Carmen, was hast du denn bloß über Nacht gemacht? ich hätte dich jetzt fast nicht erkannt! Aber ich muss sagen, dass du echt gut aussiehst!".

Die schüchterne Polizistin kicherte verlegen und meinte zu ihm, dass er los fahren sollte, wenn er nicht zu spät zur Arbeit kommen möchte. Während der Fahrt konnte Ethan nicht den Blick von Carmen lassen. Er fand die plötzliche Veränderung viel zu krass. Seine Arbeitskollegin bemerkte dies, sagte aber nichts, da sie sich wohl dabei fühlte endlich von Ethan beachtet zu werden.

Im Polizeirevier starrten alle Carmen an. Sie war das Tagesthema und der Blickfang aller Mitarbeiter. Sie genoss die plötzliche Aufmerksamkeit. Endlich hatte sie das was sie schon immer haben wollte. IDie Annerkennung.  Als Ethan am Nachmittag alleine im Büro saß kam der Arbeitskollege rein, der am vorigen Tag Witze über Carmen machte, „Ich wusste gar nicht, dass sie so gut aussehen kann. Jetzt hätte ich doch ganz gerne ein Date mit ihr und mir tut es schrecklich Leid, dass ich solche Witze gemacht habe“, äußerte er und bekam prommt darauf eine Standpauke von Ethan, "Jetzt wo sie gut aussieht beachtest du sie? Carmen war doch vorher schon immer eine ernstzunehmende Arbeitskollegin. Wie ich Carmen kenne, wird sie sicherlich nichts mit dir machen! Also geh jetzt bitte aus meinem Zimmer".

Eingeschnappt ging er aus dem Zimmer, worauf Carmen in sein Büro ging. Sie merkte, dass Ethan verärgert war, wusste aber nicht weshalb. Vorsichtig fragte sie, ob er nicht Lust hätte nach der Arbeit bei ihr Abend zu essen. Ethan grinste und meinte zu ihr, dass er dieses Angebot gerne annahm, "Wieso bist du denn so schüchtern? Normalerweise fragst du doch sowas ohne Gestottere". Mit rotem Kopf ging sie wieder aus der Tür.

Feierabend
Ethan klopfte an Carmens Büro und war bereit zu gehen. Seine Arbeitskollegin packte schnell ihr Zeug und ging mit ihm aus dem Polizeirevier. Auf der Rückfahrt fuhren sie kurz noch in den Supermarkt um einige Kleinigkeiten für das Abendessen zu holen.

Im Supermarkt trafen sie dann auch Tyler und Ava. Der Anwalt winkte und kam auf Ethan zu, "Hi Ethan, na wen hast du denn da neben dir stehen? Ich bin Tyler, ein Freund von Ethan". Ava, die kurz darauf nachgekommen ist, stupste Tyler an, "Du und deine Scherze. Hallo Carmen und Ethan, müsst ihr auch noch einige Einkäufe erledigen?", fragte Ava warf einen kuren bösen Blick auf Tyler, der Ethans Arbeitskollegin nicht erkannt hatte. Seine Freundin konnte ihn gerade noch vor einer peinlichen Situation retten.

"Ja also wir Essen heute bei mir. Habt ihr nicht Lust ebenfalls zu kommen?", fragte Carmen die zwei. Gerade als Tyler zusagen wollte, bekam er wieder einen Stups von Ava, die dankend ablehnte. Sie verabschiedeten sich von den zwei Polizisten und liefen fort, "Warum hast du jetzt abgelehnt? Die Einladung war doch nett? Außerdem bräuchtest du nicht Kochen", fand Tyler und schaute Ava fragend an. Sie verdrehte nur die Augen, "Männer, die denken doch nur an das Essen", stöhnte sie und machte ihrem Freund klar, dass sie Carmen und Ethan lieber alleine lassen sollten.

Endlich verstand der Anwalt, was seine Freundin meinte und schmunzelte. Als er sich umdrehte und nach Ethan und Ava suchte, sah er zu seiner Verwunderung für einen kurzen Moment eine ältere Frau, anstelle der Polizistin. Er drehte sich wieder vor und dachte sich, dass er sich das bloß eingebildet hätte. Um sich zu vergewissern drehte er sich wieder um und sah wieder Carmen neben seinen Freund. Kopfschüttelnd lief er mit einem komischen Gefühl weiter und suchte nach Ava....

In Carmens Wohnung
Nach dem Abendessen setzten sie sich vor dem Fernseher und unterhielten sich über die letzten Polizeifälle. Ethan interessierte es brennend, wie seine Arbeitskollegin über Nacht das rund um Styling geschafft hätte. Carmen aber, wich dieser Frage immer geschickt aus und lenkte auf ein anderes Thema. Unerwartet bekam Carmen starke Schmerzen. Ihr Bauch drückte und sie konnte schlecht Atmen. Als sie hustete entdeckte sie an ihrer Hand Blutspritzer.

Besorgt gab Ethan ihr ein Taschentuch. Er machte sich Sorgen und fragte nach ihrem Zustand. „
Ethan geh bitte jetzt.Sorry, dass ich dich jetzt auf einmal nach Hause schicke, aber mir geht es auf einmal nicht so gut. Wir holen diesen Abend nach ok?“, schlug sie Ethan vor und scheuchte ihn aus der Wohnung. Als der irritierte Ethan aus der Wohnung war rannte Carmen ins Bad und blickte in den Spiegel. „Was zum Teufel sind das für starke Schmerzen? Ich halte das nicht mehr aus!“, schrie sie und fiel kurz darauf bewusstlos zu Boden.

Als sie kurz darauf wieder zu sich kam, stand sie auf und starrte in den Spiegel, „Endlich bin ich wieder auf der Erde. Die Show kann beginnen“, lachte sie. Im Spiegel konnte man Enyo sehen, die im Körper von Carmen war. Enyo ließ einen fürchterlichen Schrei los und rief auf griechisch, „Schwestern kommt herbei, die Zeit ist gekommen um Rache zunehmen“. Hastig rannte sie in der Wohnung um her und genoss ihre Freiheit. Plötzlich klopfte es an der Tür.

... weiterlesen 2.2. Sumpfralle's Cinderella Story

Infos zu Enyo (griechische Hexe/Graie) findest du unter "Dämonen"
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